Guianacara sphenozona

Haltung von Guianacara sphenozona:

Porträt von Guianacara sphenozonaDiese Fische sind wunderschöne Sattelfleckbuntbarsche aus Surinam.

Ich konnte Mitte Januar 2008 vier Sattelfleckbuntbarsche erstehen, es sind zwei Männchen und zwei Weibchen, die Weibchen sind mit etwa 7 cm etwas kleiner als die Männchen (8-10 cm).

20.01.08: Die Tiere scheinen recht friedlich untereinander und gegenüber anderen Aquarienbewohnern zu sein. Sie fressen bereits sehr gut und sind nicht scheu.

Männchen:Jungtier von Guianacara sphenozona

Weibchen:Jungtier von Guianacara sphenozona

200 Liter Becken, in dem die vier Tiere schwimmen:Becken der Guianacara sphenozona

Noch mal beide Männchen:Junges Männchen von Guianacara sphenozonaJunges Männchen von Guianacara sphenozona

Neue Bilder (erst Weibchen, dann Männchen):Weibchen von Guianacara sphenozonaMännchen von Guianacara sphenozona

Die beiden Tiere haben ein Paar gebildet und die anderen beiden zu Tode gejagt. Leider konnte ich es nicht rechtzeitig verhindern. Auf Dauer ist in einem 200 Liter Becken also definitiv nur ein Pärchen der Guianacara sphenozona zu halten! Das Männchen ist etwa 15 cm groß, das Weibchen ein Stück kleiner.

Weibchen:Weibchen von Guianacara sphenozona

20.01.09: Ich hatte die Fische ja mit Guianacara cf. owroewefi betitelt, also einer Art, die ähnlich zu Guianacara owroewefi ist oder identisch mit dieser. Nach einer Anfrage im Forum Cichlidenwelt.de wurde mir deutlich gemacht, dass es sich wohl um Guianacara sphenozona handelt!

27.01.09: Auf Anraten eines Mitgliedes des Cichlidenwelt-Forums besorgte ich mir Sand, mit dem ich die Tonhöhle des Pärchens füllen wollte. Wie es denn das Schicksal wollte, fingen die Tiere gestern an, um den Höhleneingang herum zu balzen, die Genitalpapille des Weibchens war auch schon angeschwollen und etwas hervorgestülpt, also wartete ich noch mit dem einfüllen des Sandes.

Als am nächsten Tag jedoch keine Veränderung zu sehen war, füllte ich den Tontopf, der mit der Öffnung auf den Boden gestellt war, fast komplett mit Sand.

Etwa eine Stunde später waren die beiden Guianacara wieder sehr an der Höhle interessiert und das Weibchen begann, den Sand aus der Höhle zu schaffen.

Nun heißt es wohl abwarten.

28.01.09: Die beiden Tiere sind immer noch dabei, die Höhle von Sand zu befreien, sie ist jetzt fast wieder leer wie vorher.

Bild der Höhle:Tonblumentopf als Höhle für Guianacara sphenozona

29.01.09: Die Genitalpapille des Weibchens ist noch weiter geschwollen bzw. aus dem Körper heraus getreten. Die Guianacara sphenozona schwimmen immer wieder in die Höhle und verteidigen die nähere Umgebung gründlich aber nicht übermäßig aggressiv.

Kurz vor 20 Uhr: Die beiden sind abwechselnd und sichtlich nervös in der Höhle.

Viertel nach 20 Uhr: Das Pärchen war gemeinsam in der Höhle, das Männchen stand senkrecht darin und schüttelte sich ab und an leicht. Vermutlich besamte es in diesen Moment die abgelegten Eier. Aber nicht zu früh freuen.

Eigentlich sollen die Guianacara an der Vermehrung ja kaum zu hindern sein, aber ich habe die Tiere nun schon über ein Jahr und die Paarbildung erfolgte erst vor etwa zwei Monaten, seit dem kam es nur mehrfach zu Balzhandlungen, jedoch keinem offensichtlichen ablaichen.

Das Weibchen der Guianacara sphenozona ist jetzt wieder aus der Höhle hinaus, schwamm kurz durchs Aquarium und steht nun wieder über dem Höhleneingang, mit zwischenzeitlich sehr kontrastreícher Zeichnung, die schwarze Binde tritt dann sehr deutlichen abgegrenzt und hell umrandet hervor.

Das Ganze ging so weiter, bis das Licht um etwa 23 Uhr im Becken ausging. Damit die Tiere nicht durch die Dunkelheit unterbrochen werden, ließ ich ein Licht im Nebenraum an.

30.01.09: Morgens leuchtete ich mit einer Taschenlampe in die Höhle und ich sah endlich etliche sehr dunkle kleiner Eier an der Höhlenwand kleben. Die genaue Zahl ist unmöglich zu sagen, denn nur ein kleiner Teil der Wand ist durch die Höhlenöffnung einzusehen.

Das Weibchen ist jetzt in der Höhle, das Männchen bewacht die nähere Umgebung.

Zur ersten Fütterung nach der Eiablage kam das Weibchen immer wieder aus der Höhle, kehrte jedoch sehr schnell in diese zurück:Weibchen von Guianacara sphenozona in Brutpflegefärbung

Wenn es nicht gerade mit der Pflege der Eier beschäftigt ist, schaut es mit dem Kopf aus der Höhle heraus und beobachtet die Umgebung:Weibchen von Guianacara sphenozona

01.02.09: Die sichtbaren Eier an der Höhlenwand sind verschwunden, und da das Weibchen noch die Höhle bewacht, gehe ich davon aus, dass die Larven schon geschlüpft sind.

Abends veränderte sich plötzlich das Verhalten der Tiere. Das Männchen, welches vorher meist vom Weibchen aus der Nähe der Höhle vertrieben wurde, wühlte stark im Sand und häufte einige “Burgen” auf und schuf fast Sandfreie Flächen. Plötzlich war es sogar auf einmal in der Höhle, während das Weibchen darüber stand. Womöglich wollen sie schon die Brut in Sandgruben außerhalb der Höhle umbetten?

Dass die Brut gefressen ist, glaube ich nicht, da sonst das Männchen der Guianacara sphenozona vermutlich aggressiv auf das Weibchen reagieren würde.

Von oben betrachtet mit der Taschenlampe sah ich dann doch ne dunkle Eier an einer Seitenwand kleben, leider schwer zu sehen, auch einige helle Stellen – leere Eihüllen? Kaum zu erkennen. Auf dem Boden der Höhle erkennt man auch nichts, außer das kaum noch Sand darin liegt, auch ist nur ein Teil einsehbar.

Nach einigen weiteren Tagen: Die Guianacara sphenozona verhielten sich wieder normal, das Weibchen wurde zwischenzeitlich gejagt, die Eier/Larven waren verschwunden.

26.02.09: Nach einigen Tagen Abwesenheit entdeckte ich neue Eier in der Höhle (welche ich zuvor nicht noch einmal mit Sand gefüllt hatte).

03.03.09: Wieder war ich einige Tage weg, als ich ins Aquarium blickte, waren die Eier weg. Unten am Rand des Tontopfes, an einer Stelle, wo kein Sand mehr lag sondern nur noch blanke Glasscheibe, wurden immer wieder kleine Larven durch den Spalt zwischen Topf und Glas gespült. Das Guianacara sphenozona-Männchen war jedoch sehr aufmerksam und fing die Larven mit dem Maul ein und spuckte sie von oben zurück in die Höhle, in der das Weibchen wachte.

Ich habe das Guianacara sphenozona-Pärchen nach einigen Monaten abgegeben, leider hat es mit der Aufzucht der Larven bis dahin nicht geklappt!

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Diese Seite wurde zuletzt am 24.11.2012 geändert.

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