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Allgemeine InformationenGattungsname: Peckoltia MIRANDA RIBEIRO, 1912 Die Gattung Peckoltia hat 8 beschriebene Arten:
Hinzu kommen noch viele weitere unbeschriebene Arten. Artname: "Peckoltia" sp. "L 134". Die Art ist noch unbeschrieben, und wurde in der DATZ 6/93 vorgestellt. Wahrscheinlich gehört sie nicht in die Gattung Peckoltia, da sie in einigen Merkmalen von den echten Peckoltia abweicht, so zum Beispiel besitzen sie einen nackten Bauch und sind weniger stark bestachelt als Vertreter der echten Peckoltia. Daher setzt man um den Gattungsnamen die Anführungsstriche. Vorkommen: Rio Tapajós, Brasilien.
HaltungNachdem ich
vor einiger Zeit diese wunderschönen Welse entdeckt hatte, begann ich
mich für sie zu interessieren und sammelte Infos. 04.10.2003: Ich habe mich schließlich entschieden, vier dieser Welse zu kaufen (trotz des für mich relativ hohen Preises: 29.95 EUR/Stck.). Die Welse waren so schnell und geschickt, dass die Händlerin das ganze Becken ausräumen musste, um sie schließlich zu fangen. Nach der Eingewöhnung saßen sie dann endlich in meinem Becken (200 l, rel. dicht mit Vallisnerien bepflanzt, mehrere HT – Röhren und Blumentöpfe mit Einschlupflöchern; kH:
6-7, gH: 6, pH: knapp unter 7). Ich habe sie per Hand umgesetzt
(problemlos) und auf der Hand vermessen. Einer verschwand ziemlich
schnell in einem umgedrehten Blumentopf, die anderen machten es sich in
der großen Wurzel bequem. Später abends kam dann etwas mehr Bewegung
in sie, als ich eine Welstablette (JBL NovoPlecoChips) "einwarf",
kam sogar einer in die Nähe der Tablette, trat jedoch plötzlich wieder
den Rückzug an und verschwand unter der Wurzel. 07.10.03: Am
Vorabend kamen die Welse schon aus ihren Wurzelverstecken, als noch das
Licht an war. Sie haben auch teilweise von der Futtertablette gefressen.
Heute kamen sie schon Mittags zur Fütterung heraus, allerdings erst
recht spät, als das meiste schon weg war. Zwei von ihnen haben aber
noch ein paar Mückenlarven abgekriegt. Einer fraß sogar direkt vor
meiner Nase an der Frontscheibe von einer Futtertablette. Anscheinend
verlieren sie ihre Scheu recht schnell. 12.10.03: Die vier
Welse haben sich gut eingelebt, sie kommen schon immer mehr oder weniger
schnell zur Fütterung aus ihren "Löchern" und auch das 8 cm
große Ancistrus-Männchen wird vertrieben, wenn es um die Welstablette
geht. Unter den Welsen herrscht eine Art Rangordnung, die bei der Fütterung
klar zu sehen ist: kommt ein stärkeres Tier zu einem schwächeren, das
gerade frisst, wird es sofort vertrieben. Zu allen anderen Fischen sind
sie aber sehr friedlich.
14.10.03: Heute habe ich einen der Welse beim fressen an einem Stück Salatgurke gesehen, welches in einer dicht bepflanzten Ecke des AQ’s lag. An einem Stück Gurke, das oben auf der Wurzel angebracht war, hatten sie bisher nicht gefressen. 17.10.03 Ich habe TK-Erbsen gefüttert (ohne Schale natürlich), sie wurden von den L 134 sofort angenommen und beraspelt. Ein leider verstorbener Buntbarsch wurde von meinen Welsen auch verzehrt. Einer der vier fraß auch von einem Rosenkohl. 03.02.04: Hab mal wieder was neues bei der Fütterung probiert: Honigmelone, auf deren Schale noch ca. 1 cm Fruchtfleisch war. Die Welse haben davon gefressen, nach zwei Tagen war fast nur noch die Schale da, nur war das Wasser milchigtrübe. Die Trübung war aber nach einem Wasserwechsel wieder fast normal, nach einem Tag war das Wasser dann wieder klar.
20.02.04: Heute gabs ne Menge TK-Erbsen ins AQ, da ließen die L 134 sogar die sonst heißgeliebten Welstabs in der Ecke liegen. Das das nicht ganz friedlich abging, kann man sich denken... ;-)
12.08.04: Ein Männchen (das kleinste) ist leider gestorben, es hatte an der Kopfunterseite rötliche Verfärbungen, ob das Verletzungen waren oder eine Infektion kann ich nicht genau sagen, den anderen Welsen geht es aber gut.
18.10.04: Ich richte das Becken neu ein und quartiere die Fische solange aus. 04.11.04: Heute hab ich die drei L134 wieder eingesetzt, das Becken hat 5-6 cm Sandboden (Spielkastensand), Mattenfilter (5 cm breit, grob) mit EHEIM-Pumpe (1200 l/h), drei großen Wurzeln, neun Tonröhren in verschiedenen Formen und Durchmessern, und ein paar Schieferplatten. Bis auf ein paar Javafarne noch keine Pflanzen. 10.11.04 Die
Welse sind scheuer als vorher und streifen im Moment nur nachts durchs
Becken, und kommen nicht wie vorher sofort aus ihren Verstecken, wenn es
Futter gibt. Zwei von ihnen haben Röhren besetzt, der dritte hat einen
Stammplatz in einer Wurzelspalte. Die
Temperatur liegt jetzt nachts und morgens bei 26°, nachmittags und
abends so bei 27°C. 20.11.04 Sie kommen jetzt schon wieder zum Fressen raus, allerdings nur wenn die AQ-Beleuchtung aus ist und die Zimmerbeleuchtung noch an. Dezember '04: Bei der Fütterung kommen sie jetzt auch wieder tagsüber hervor J.
Bei einem schwerwiegenden Fehler meinerseits sind am 25.05.05 zwei der drei ausgewachsenen L134 gestorben, das sichere Männchen und das sichere Weibchen :-(( .
Noch einige Bilder:
Video von der Revierverteidigung (4,8MB/30sec.)
L134 ventral:
11.08.05: Ich habe das letzte Tier abgegeben, da es sich alleine nicht mehr so wohl fühlte wie in einer Gruppe, d.h. es fraß nur noch nachts, war kaum noch aktiv.. usw...
Neue L 134 Gruppe bekommen:30.10.05: Von Georg Lind habe ich 8 Nachzuchten (WFNZ) bekommen, sie sind 4,5 - 5,5cm groß. :-) Hier einige Bilder:
04.04.06: Aktuelle Bilder:
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