Laubuca dadyburjori

Balz von Laubuca dadyburjoriIm folgenden möchte ich die Zucht von Laubuca dadyburjori genauer darstellen. Die Tiere wurden dabei in einem Keilbecken angesetzt und als Zuchtgruppe gehalten.

Zucht von Laubuca dadyburjori:

Das Becken kaufte ich fertig bei Rasbora-Aquaristik in Mannheim. Es war komplett anschlussfertig, am Abend richtete ich es noch schnell ein.

– Granatsand als Bodengrund, ebenfalls von Rasbora-Aquaristik, etwa 3 cm hoch

– HMF ist schon inkl. Luftheber installiert

– Mexikanisches Eichenblatt, Wasserpest, Javamoos

– Temperatur soll auf 25°C steigen

– einige Erlenzapfen

Am nächsten Tag setzte ich am frühen Nachmittag 6 meiner Laubuca dadyburjori ein, die dort im Daueransatz gehalten werden sollen.

Ich bin gespannt, ob sich in den nächsten Wochen dann Jungfische im hinteren Abteil entwickeln. Bisher habe ich zwar schon des Öfteren Larven gehabt, die im oberen Bereich kurz vor der Wasseroberfläche an den Scheiben hingen, jedoch verschwanden diese immer, scheinbar kurz nach dem freischwimmen.

Becken für Laubuca dadyburjoriam 08.01.2010:Keilbecken für Laubuca dadyburjori

Aktueller Besatz: 6x Laubuca (Chela) dadyburjori (adult, 3/3, etwa 4 cm groß)Keilbecken für Laubuca dadyburjori

Bilder der Tiere:Laubuca dadyburjori, MännchenBalz von Laubuca dadyburjori

11.01.10: 30 % Wasserwechsel mit temperiertem Frischwasser. Fütterung der Tiere erfolgt mit feinem Granulat und lebenden, roten Wasserflöhen sowie lebenden, kleineren schwarzen Mückenlarven. Kurz nach dem Wasserwechsel entdeckte ich dann auf einem Blatt des Mexikanischen Eichenblattes einige Eier. Mal gespannt, ob sie darauf liegen bleiben oder verschwinden. Laich auf den Blättern des Haltungsbeckens (54er) verschwand immer, ob durch Schnecken- oder Garnelenfraß, oder ob die Klebkraft nachließ, vermag ich nicht zu beurteilen. Scheinbar ist nun bewiesen, dass es sich nicht um Freilaicher handelt, sondern dass die Tiere gezielt auf der Oberseite von Pflanzenblättern ablaichen.

Bild der Eier, Größe etwa 0,8 mm:Gelege von Laubuca dadyburjori

Zur Sicherheit habe ich den betreffenden Pflanzenabschnitt in den Teil hinter dem Keil gesetzt. Nach genauerem Untersuchen aller Blätter habe ich noch einige Eier mehr gefunden. Die Bärblinge bevorzugen breitblättrige Pflanzen, Eier waren nur auf brasilianischem Wassernabel und mexikanischem Eichenblatt zu finden.Embryonen im Ei von Laubuca dadyburjoriAm Abend, kurz vor dem ausschalten des Lichtes konnte ich dann einige Ablaich-vorgänge der Laubuca dadyburjori beobachten und einen auch in einem Video festhalten:

[youtube esqzhThfhyY]

Nachts schaute ich noch einmal mit der Taschenlampe ins Becken, da schlüpften gerade schon die ersten, 1,5-2 mm langen Larven, sie strebten zur Oberfläche. Bezüglich der bevorzugten Ablaichorte von Laubuca dadyburjori: In der in den Spalt gesteckten Wasserpest, siehe 1. Bild, fand ich auch Eier.

Bilder der Entwicklung, die genaue Entwicklungszeit der Eier kann ich noch nicht sagen:Ei von Laubuca dadyburjori

Eier wenige Stunden vor dem Schlup, Laubuca dadyburjoriEier von Laubuca dadyburjoriFrisch geschlüpfte Larve von Laubuca dadyburjori

Bild einer gerade freischwimmenden Larve, bzw. kurz davor oder sie hat sich nach dem freischwimmen kurzzeitig an die Scheibe geheftet:Larve von Laubuca dadyburjori

16.01.10: 30 % Wasserwechsel mit temperiertem Frischwasser. Die Tiere laichen meiner Beobachtung zufolge seit etwa 2 Tagen nicht mehr.

18.01.10: Am Abend entdeckte ich wieder Eier. Aktuelles Bild einer Larve von oben, Alter fast 7 Tage:Larve von Laubuca dadyburjori

21.01.10: Links unten: Larve von Laubuca dadyburjori mit 6-7 mm im Alter von 10 Tagen. Larve von Laubuca dadyburjori

22.01.10: 30 % Wasserwechsel mit temperiertem Frischwasser.

23.01.10: Unten: 13 Tage alte Larve mit einer Jüngeren.

Larven von Laubuca dadyburjori

27.01.10: 30 % Wasserwechsel mit temperiertem Frischwasser. Am Abend vorher sammelte ich zwischen zehn und zwölf Uhr ganze 126 Eier (!) ab und überführte sie ins hintere Abteil.

31.01.10: 30 % Wasserwechsel mit temperiertem Frischwasser. Vor einigen Tagen überführte ich die ersten 18 Larven von 6-10 mm Größe ins 54er Becken, zur weiteren Aufzucht.

Aktuelles Bild, Dorsalansicht. Die Schwanz-, Rücken- und Afterflossen sind bei den größten Tieren schon ausgebildet:Larve von Laubuca dadyburjori

04.02.10: 30 % Wasserwechsel mit temperiertem Frischwasser.

05.02.10: Jungfisch mit knapp über 1 cm:Jungfisch von Laubuca dadyburjori

08.02.10: 30 % Wasserwechsel mit temperiertem Frischwasser. Wasser-wechsel weiterhin etwa alle 4 Tage, 30%. Jungfisch von Laubuca dadyburjoriEin Teil der Jungfische von Laubuca dadyburjori entwickelte sich leider schlecht, vermutlich aufgrund zu seltenen Wasserwechseln oder nicht ausreichend hochwertigem Futter. Auf diese beiden Punkte ist bei der Aufzucht von Laubuca dadyburjori unbedingt zu achten!

Später hielt ich die Tiere zusammen mit einigen großen Puntius arulius, die Vergesellschaftung klappte zunächst auch hervorragend. Irgendwann entdeckten die großen Barben jedoch scheinbar, dass man die Laubuca dadyburjori jagen und fressen kann. Somit konnte ich nur ein Weibchen rechtzeitig retten und bin noch auf der Suche nach passenden Tieren, da Laubuca dadyburjori sich nur im Schwarm wirklich wohlfühlt. Dieses Schwarmverhalten zeigen sie im Gegensatz zu den meisten Salmlern, auch häufig im Aquarium, wo sie in der gesamten Gruppe im Filterauslass schwimmen und gegen die Strömung ankämpfen.

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Diese Seite wurde zuletzt am 24.11.2012 geändert.

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