Nomorhamphus ebrardtii

Heute erwarb ich drei Wildfänge dieser lebendgebärenden Halbschnabelhechte, auch Halbschnäbler genannt. Da die Männchen untereinander recht aggressiv sein sollen, kaufte ich ein Männchen (etwa 5 cm) und zwei Weibchen (je etwa 6,5 cm). Die Nomorhamphus ebrardtii schwimmen nun im 80x45x35 cm Becken zusammen mit Flossensaugern (Gastromyzon) und Grundeln (Rhinogobius).

Nur wenige Arten der verschiedenen Gattungen von Halbschnäblern lebt im Süßwasser, darunter neben den Arten der Nomorhamphus auch die Gattungen Hemiramphodon und Dermogenys, welche ebenfalls aus Südostasien stammen. Die meisten Arten sind lebendgebärend.

Noch sind die Tiere relativ scheu in den hinteren Ecken des Aquariums, Bilder folgen dann hoffentlich in den nächsten Tagen. Die Halbschnäbler fressen bereits gut, bisher gefrostete Artemia-Nauplien.

Hier zumindest schon mal zwei Bilder während der Eingewöhnung im Eimer. Dabei waren die Halbschnäbler ziemlich sprungfreudig, das Haltungsaquarium muss also sehr gut abgedichtet sein:

Nomorhamphus ebrardtii im EimerNomorhamphus ebrardtii im Eimer

Heute, also etwa 10 Tage nach der Anschaffung, entdeckte ich in dem Aquarium der Nomorhamphus ebrardtii, JungfischHalbschnabelhechte direkt unter der Wasseroberfläche einen großen (etwa 18 mm) Jungfisch! Weitere habe ich noch nicht gefunden, vielleicht sie sind gefressen worden. Die Nomorhamphus haben aber laut Literatur ohnehin nur sehr kleine Würfe. Ich habe mich dazu entschieden, das Jungtier im Becken zu belassen. Der Halbschnäbler-Jungfisch wird wahrscheinlich erst ein oder zwei Tage alt sein, umso beeindruckender ist die Größe der frisch geborenen Jungtiere. Kurz Nomorhamphus ebrardtii, Jungfischnachdem ich das Tier entdeckt hatte, schwamm zufällig eine mehr oder weniger tote Trauermücke direkt an der Wasseroberfläche vorbei und zu meiner Überraschung schnappte der Jungfisch sofort zu! Auf dem folgenden Bild sieht man noch ein Bein der Mücke aus dem Maul herausragen. Anderthalb Tage später war der Jungfisch allerdings wieder verschwunden, wohl von den Elterntieren gefressen. Das andere Weibchen ist auch tragend, ich habe es in einem separaten Becken isoliert, mit dichter Wasserlinsendecke auf der Wasseroberfläche und einem größeren Lebermoos (wohl Monosolenium tenerum) auf dem Bodengrund. Auf der linken Körperseite erkennt man manchmal im hinteren Bereich des Körpers sogar Bewegungen unter der Haut. Ich hoffe das Weibchen hat das Umsetzen gut verkraftet, ich habe versucht, es möglichst stressfrei zu fangen und mit einem Gefäß umzusetzen.

Die Elterntiere verweigern immer noch ein anständiges Fotoshooting, so dass ich nur zwei Schnappschüsse anbieten kann. Dafür fressen sie anständig jedes bisher angebotene Futter, gefrostete Artemia, Cyclops und rote Mückenlarven sowie diverse Futtergranulate.

Nomorhamphus ebrardti, Männchen und WeibchenNomorhamphus ebrardti, Männchen

Vor etwa zwei Wochen habe ich das zweite Weibchen isoliert, da es sehr dick war, außerdem konnte man im hinteren Bereich des Körpers schon Bewegungen in der Leibeshöhle sehen. Gestern schaute ich dann vormittags ins Becken und entdeckte elf Halbschnäbler-Jungtiere, eins davon tot, und die Mutter war regelrecht dünn, unten am Bauch war ein Kiel wie bei einem Schiff zu sehen. Daraufhin habe ich das Weibchen sofort zurück ins Haltungsbecken gesetzt. Die Jungfische sind mit 17 – 18 mm nach der Geburt schon erstaunlich groß. Das folgende Bild zeigt einen Nomorhamphus-Jungfisch im Alter von 6 Tagen. Die Kleinen fressen Artemia-Nauplien und jetzt nach ein paar Tagen auch feines Futtergranulat.

Jungfisch von Nomorhamphus ebrardtii

Die kleinen Halbschnäbler sind nun etwa 3 cm groß und fressen bereits gierig das Futter der Alttiere, unter anderem gefrostete Artemia. Bei einigen Tieren erkennt man schon eine Rotfärbung in den hinteren Flossen, bei manchen davon sieht man bereits, dass die Afterflosse sich verformt. Nach der ersten Drittel der Flosse sieht man eine Einkerbung, ich gehe also davon aus, dass es sich bei diesen Jungfischen um Männchen handelt.

Anfang 2013 sind die jungen Halbschnabelhechte etwa 5 cm groß und haben teilweise prächtige rote Flossen. Die Gruppe lebt derzeit harmonisch zusammen in einem 54 Liter Aquarium.

Startseite von maccus.de, aktuelle Artikel auf maccus.de

Diese Seite wurde zuletzt am 02.01.2013 geändert.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.