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Allgemeine Informationen

Gattungsname:

Pseudohemiodon BLEEKER, 1862

Die Gattung Pseudohemiodon hat 7 beschriebene Arten:

  • P. amazonus (DELSMAN, 1941)

  • P. apithanos ISBRÜCKER & NIJSSEN, 1978

  • P. devincenzii (SORIANO SENORANS, 1950)

  • P. lamina (GÜNTHER, 1868)

  • P. laticeps (REGAN, 1904)

  • P. platycephalus (KNER, 1854)

  • P. thorectes ISBRÜCKER, 1975

Hinzu kommen ein paar Arten, die noch unbeschrieben sind.

Artname:

Pseudohemiodon cf. platycephalus. Die Art ist sehr ähnlich zu P. platycephalus, erhält daher den Zusatz "cf." (=conferre, lat. vergleiche), um zu zeigen, dass die Art möglicherweise identisch mit P. platycephalus ist.

Vorkommen:

Unbekannt.

 

Haltungsbericht

 

Am 28.01.2005 hab ich in Duisburg im Hobbyzoo drei schöne Exemplare dieser Art gekauft (mehr waren nicht da), sie waren als P. laticeps ausgezeichnet, der Fundort konnte mir leider nicht genannt werden. Zu Hause angekommen kamen sie erst mal in eine Schale zum fotografieren und danach in einen Eimer zum Gewöhnen an das Wasser.

Was mir natürlich sofort auffiel war die schwarze Musterung der Welse, die bei einem der drei weniger stark ausgeprägt war. Laut Ingo Seidel handelte es sich bei diesen Welse um P. platycephalus in Jugendfärbung, bei 10-11 cm Körperlänge war das für mich aber eher unwahrscheinlich. Außerdem war auch die Färbung der Caudale auffallend, sie war zur Hälfte schwarz gefärbt, was bei P. platycephalus nicht der Fall ist.

Mit der Zeit verschwand bei einem Tier die schwarze Färbung völlig (bis auf die halbschwarze Schwanzflosse), bei einem Tier verschwand sie teilweise und beim dritten Tier blieb sie vollständig erhalten. Also nenne ich die Art hier mal P. cf. platycephalus.

Diese Welse sind sehr einfach zu halten, wichtig ist natürlich Sandboden, in den sie sich den größten Teil des Tages eingraben.

Sobald Futter isn Becken kommt, werden sie sehr aktiv und gehen auf Nahrungssuche. Dabei stellen sie sich wesentlich geschickter an als alle meine anderen Welse. Wenn es von oben Mückenlarven oder anderes Frostfutter "regnete", erhoben sie ihre Vorderkörper und drehten sich in dieser Position blitzschnell im Kreis, wobei sie sich das Futter schnappten. Außer diversem Frostfutter fraßen sie auch pflanzliche Welstabletten, Diskusgranulat und gefrostete Erbsen.

Hier (oben) sieht man zwei der sogenannten "Flunderkopfharnischwelse" von oben, bei der Fütterung waren sie stets die ersten.

Hier (unten) kann man den oberen Wels nur noch schemenhaft erkennen, da er sich unter schnellen Seitwärtsbewegungen eingegraben hat. Bei den eingegrabenen Tieren konnte man meist nur noch die Augen mit der Schnauzenspitze und die Caudale mit dem  mehr als körperlangen oberen Filament erkennen.

Bei diesem Exemplar verschwand mit der Zeit die schwarze Musterung:

Während bei diesem Tier die Zeichnung nicht verschwand:

Ob das Verschwinden der Zeichnung etwas mit dem Geschlecht zu tun hat, kann ich leider nicht sagen, da mir die drei Tiere bei einem schweren Fehler meinerseits gestorben sind (25.05.05).